Wie entsteht eigentlich Unterricht?

Mindestens dreimal die Woche schlägt bei uns Björn Schmitz auf, der in den unterschiedlichsten Fächern einzelne Stunden unterrichtet. Immer im Schlepptau: eine weitere Lehrkraft oder der Schulleiter, die fleißig mitschreiben, was an der Tafel steht, und wie wir uns in den obligatorischen Gruppenarbeiten verhalten.

 

Wie wird man Referendar/in?

Am Anfang steht das Interesse an der Bayerischen Verwaltung und Freude am Unterrichten. Natürlich muss man auch einige Voraussetzungen erfüllen: Eine abgeschlossene Masterprüfung/Diplomhauptprüfung und mindestens 6 Monate Erfahrung im entsprechenden Berufsbereich.

Ich habe zum Beispiel eine dreijährige gartenbauliche Berufsausbildung im Fachbereich Obstbau absolviert und anschließend an der Hochschule Geisenheim University meinen Bachelor und Masterabschluss in Gartenbauwissenschaften abgeschlossen. Direkt nach dem Studium schnupperte ich im Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten das erste Mal in den Staatsdienst hinein und entschloss mich zum Beginn eines Referendariats.

 

Wie muss man sich das Referendariat vorstellen?

Zunächst lernt man alle seine Referendariats-Kollegen/innen kennen. In meinem Jahrgang sind wir zum Beispiel 42 Referendare und Anwärter. Dann folgen viele spannende Seminare zu Themen wie Rhetorik, Pädagogik, dem System der Verwaltung und viele mehr. Im Winter sind wir dann die „Lehrkräfte in Ausbildung“ an den landwirtschaftlichen Meister- und Technikerschulen und im Sommer unterstützen wir die Kollegen an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Freistaat.

 

Welche Fächer unterrichten Sie?

Ich unterrichte die Fächer „Baumschule und Technik“, „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ und „Betriebswirtschaft“ – mein Favorit.

Wie lange dauert die Vorbereitung einer Unterrichtsstunde?

Das kommt immer darauf an, wie gut ich mich mit dem Stoff der Unterrichtsstunde auskenne. In „Berufsausbildung und Mitarbeiterführung“ musste ich Unterrichtsentwürfe bereits oft neu entwickeln und über 12 Arbeitsstunden investieren. Aber so langsam wird Routine daraus – zum Glück!

 

Macht Ihnen das Spaß?

Ja. Vor allem das Halten der Stunde – wenn´s so richtig gut Läuft und alle Studierenden mit Freude dabei sind.

 

Schonmal gebloggt?

Ja. Als ich für mein Projektsemester ein halbes Jahr in den USA gelebt habe. Hat Spaß gemacht und meine Familie hat sich immer über den Aktuellen Stand gefreut.

 

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Margot Burger
Lehrerin, BWL Mitarbeiterin im Institut für Erwerbs- und Freizeitgartenbau der LWG Mein Ziel: Neue Schüler für unsere Schule zu begeistern, und den Kontakt zu ehemaligen aufrecht zu erhalten. Deshalb stelle ich hier Interviews mit ehemaligen Veitshöchheimern ein. Spannend, was nach Veitshöchheim aus einem werden kann...
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