Wenn die neuen Studierenden zum ersten Mal an der LWG Veitshöchheim zum Wine Tasting zusammenkommen, darf eines nicht fehlen, nämlich Offenheit für guten Wein.
Gefördert vom VEV (Verein ehemaliger Veitshöchheimer) und mit viel Herzblut organisiert, führte uns Felix Baumann, stellvertretender Abteilungsleiter für Önologie, durch die Welt der Weine. Jung, frisch, humorvoll – und mit einer Begeisterung für den köstlichen alkoholhaltigen Traubensaft, die einfach ansteckt.
Los ging’s stilecht mit einem Sekt – Pinot Blanc, klar, trocken, genau das Richtige, um die Sinne zu öffnen. Und die brauchten wir, denn gleich zu Beginn lernten wir:
Nicht jeder schmeckt alles – und das ist völlig normal. Egal wie sehr man sich anstrengt, unser Geschmackssinn ist individuell und manchmal sogar ganz anders als erwartet, da Emotionen dabei auch oft eine große Rolle spielen. Zudem ist der Einfluss von Licht ein großer Faktor, wie wir im Sensorik Raum ausführlich erklärt bekamen.

Felix Baumann erklärte uns verständlich und locker, wie viele Faktoren den Geschmack einer Traube beeinflussen:
- Erntetemperatur
- Sonneneinstrahlung
- nFK (nutzbare Feldkapazität)
- Humusgehalt im Boden und vieles mehr
Klingt wissenschaftlich, wirkt aber plötzlich ganz alltäglich, wenn man es mit einem Glas Wein in der Hand erklärt bekommt.
Zwischendurch gab’s spannende Einblicke in verschiedene Sorten, wie Rotling, Sauvignon Blanc, Chardonnay – jede Sorte mit ihrer eigenen Geschichte, ihren typischen Aromen, ihren kleinen Eigenheiten und manch einer riecht fasst besser, als er schmeckt.
Doch das war noch nicht alles, denn wir erfuhren auch etwas über die Bedeutung des Zuckergehalts im Wein, Holzfasslagerung und den enormen Druck in einer Sektflasche.
Nach einem spannenden Rundgang mit immer wieder frisch aufgefüllten Gläsern, endete unser Nachmittag ganz lecker mit Obatzter und frischem Brot.
Fazit: Eine wirklich schöne Zeit, da ehrliche, lockere und ungezwungene Gespräche zustande kamen, die ohne diesen entspannten Rahmen (und vielleicht ohne den kleinen Schwips) wohl nie entstanden wären.
G1, 2025
