Wir, die G2 an der Meister- und Technikerschule in Veitshöchheim, hatten am 08.01.2026 einen sehr interessanten und abwechslungsreichen Seminartag zum Thema “Ökologischer Gemüsebau”.
Der Tag begann direkt sehr spannend, da Fr. Müller, die den Seminartag geleitet hat, uns gleich zu Beginn fragte, woran wir als Studierende eigentlich denken, wenn wir die Begriffe “Bio” und “Öko” hören. Nachdem alle ihre Gedanken geäußert hatten, entstand eine sehr bunte und umfangreiche Sammlung an Stichwörtern. Von „kein chemischer Pflanzenschutz“; „teurer als konventionell“; „strenge Kontrollen im Obst & Gemüse“ bis hin zu „Biodiversität“, waren sowohl positive als auch negative Aussagen zu den Begriffen “Bio und Öko” im Klassenzimmer zu hören.
Anschließend ging es mit einem sehr spannenden Thema weiter: Wie bedeutsam ist der ökologische Gemüsebau eigentlich für Deutschland? Überraschend für uns alle war, dass nur 15% ökologischer Gemüsebau an der Gesamtproduktionsfläche (126.800 Hektar/2024) von Gemüse in Deutschland ist.
Nach dieser theoretischen Lerneinheit ging es mit einem praktischen Zuordnungsspiel weiter. Wir durften über unser Smartphone verschiedene Siegel vom ökologischen Gemüsebau den richtigen Kategorien zu ordnen. Es gab insgesamt 3 Kategorien: „staatliche Siegel“; „Siegel von Verbänden“ und „Siegel von Bio-Marken“. Dieses Zuordnungsspiel brachte richtig Abwechslung in den Seminartag, da wir selbst aktiv wurden und Fr. Müller uns direkt in die Inhalte eingebunden hat.


Danach beschäftigten wir uns mit der Frage: Wie kann ein Betrieb eigentlich auf ökologischen Gemüsebau umstellen? Hier haben wir schnell festgestellt, dass bei so einem Vorhaben ziemlich viel beachtet werden muss. Von der Planung und Vorbereitung der Umstellung und Kontakten zur Umstellungsberatung bis hin zu Förderungsmöglichkeiten und dem zeitlichen Ablauf der Umstellung, müssen sehr viele Punkte beachtet werden! Dieser Themenbereich wurde durch ein spannendes YouTube-Video abgerundet.
Abschließend fand noch ein sehr faszinierendes Gruppenspiel statt. Dabei vertraten jeweils vier Studierende den konventionellen Anbau und vier den ökologischen Anbau in Deutschland. Gemeinsam kamen wir zu dem Kompromiss, dass 100%iger Öko-Gemüsebau in Deutschland nicht umsetzbar ist, jedoch definitiv viel mehr dafür getan werden kann, den Öko-Gemüseanbau in Deutschland weiter auszubauen.

Vielleicht bist auch du bald Studierender an der LWG und kommst in den Genuss eines solchen spannenden Seminartages bei Fr. Müller! Der Tag war sehr lehrreich und vielseitig!
G2, Leon Hergenröther
