Nach zwei intensiven Tagen in Pinneberg hieß es für uns Baumschüler: weiter geht’s! Mit der G2 im Schlepptau peilten wir unser nächstes Ziel an, das Ammerland. Wer hier noch nicht war, hat in der Baumschulwelt eigentlich eine Bildungslücke. Schließlich zählt die Region zu den größten und wichtigsten Anbaugebieten Europas. Kurz gesagt: Da muss man hin. Punkt.


Donnerstag – Westerstede, wir sind da!
Donnerstagabend kamen wir in Westerstede an. Nach einem langen Tag war der Plan eigentlich klar: essen und schlafen. Die Mehrheit hielt sich auch daran. Eine kleinere, besonders motivierte Gruppe sah das allerdings anders und startete noch eine spontane Erkundungstour durch die norddeutsche Barkultur.
Freitag – Große Pflanzen & moderne Technik
Freitag starteten wir bei der Baumschule Bruns. Viel erklären muss man dazu nicht, der Name spricht für sich. Riesige Flächen, beeindruckender Verladehof, einfach wow!
Danach wechselten wir von XXL-Freilandware zu kleinen Containerpflanzen bei der Baumschule Hinrichs: Rückeroboter, Schneidemaschinen und 80% torffreie.
Zum Abschluss Renke zu Mühlen, bekannt für seine Taxus baccata ‘Renkes kleiner Grüner’ und eine selbst entwickelte App für Kulturarbeiten, Digitalisierung trifft Baumschule.
Samstag – Solitäre & smarte Ideen
Am Samstag ging es zu Falkenhayn, wo auf 150 ha beeindruckende Solitärgehölze produziert werden. Frederike führte uns mit spürbarer Begeisterung, und danach gab es noch ein richtig leckeres Mittagessen.
Weiter ging es zu Pflanzen Neumann, die uns ihre `Foto Station` zeigten, ein Konzept, das sehr gut bei den Kunden ankommt.
Der krönende Abschluss des Tages war die Baumschule Martens, spezialisiert auf Heckenpflanzen, produziert mit ordentlich Technik-Einsatz. Die Seniorchefs sorgten anschließend mit Speis und Trank für beste Stimmung.
Und weil die Stimmung nun mal hervorragend war, entschloss sich ein Teil der Gruppe spontan zu einem Besuch der legendär-berüchtigten Dorfdisco in Tange. Wenn man schon mal im Norden ist …
Sonntag – Von Stockmann bis Behrens
Trotz kurzer Nacht ging es am Sonntag um 9:30 Uhr weiter zur Baumschule Stockmann. Einige waren noch nicht ganz wach, bis wir die beeindruckenden Bonsais sahen. Spätestens da waren alle wieder wach. Wer außergewöhnliche Pflanzen und Veredelungen liebt, ist hier genau richtig.
Der letzte Stopp führte uns zur Baumschule Behrens. Dort wurden wir zunächst mit einem üppigen Mittagessen empfangen. Besonders beeindruckend war die Offenheit, mit der über den Generationenwechsel gesprochen wurde.

Fazit – Drei Tage, die man nicht so schnell vergisst
Am Sonntagnachmittag traten wir mit vielen neuen Eindrücken, fachlichem Wissen und gemeinsamen Erlebnissen die Rückreise nach Veitshöchheim an. Die drei Tage im Ammerland zeigten eindrucksvoll die Vielfalt moderner Baumschulproduktion. Von großflächiger Freilandkultur über innovative Containertechnik bis hin zu spezialisierten Betrieben. Neben jeder Menge Input stärkte die Exkursion vor allem auch den Klassenzusammenhalt. Trotz typisch norddeutschem Wetter bleibt die Fahrt als lehrreiche und zugleich sehr schöne gemeinsame Zeit in Erinnerung.
Kurz gesagt: viel gelernt, viel gesehen, viel gelacht. Genauso sollte eine Exkursion sein.
