Substrate sind für uns Gärtnerinnen und Gärtner ein wichtiges Thema – doch ihre Entstehung ist den meisten unbekannt. Welche Ausgangsprodukte verwendet werden und wie die Abfüllung erfolgt, durfte unsere Meisterklasse für Baumschule und Zierpflanzenbau am Donnerstag, den 30. Oktober 2025, beim Erdenwerk Patzer am Hauptstandort in Jossa erfahren.
Lange Tradition trifft auf modernste Technik
Bereits seit 1953 produziert die Firma Patzer an mittlerweile vier Standorten Pflanzsubstrate für den professionellen Gartenbau sowie den Hobbybereich.
Mit einer Jahresproduktion von 300.000 bis 400.000 m³ und 160 eigenen Erden zählt das Unternehmen heute zu den marktführenden Herstellern. Durch innovative Technologien werden viele Arbeitsschritte – wie Abfüllen, Verpacken und Stapeln – inzwischen automatisch durchgeführt.
Der Weg vom Rohstoff zum fertigen Substrat
Unsere Exkursion begann am Eingang des Erdenwerks. Dort wurden wir von Herrn Pascal Greb empfangen, der seit seinem Meisterabschluss an der LWG bei der Firma Patzer für Qualitätssicherung und Produktentwicklung zuständig ist.
Ausgestattet mit Warnwesten machten wir uns auf den Weg zur Produktion, wo uns die verschiedenen Torfarten gezeigt wurden – ebenso, wie sie früher und heute angeliefert werden.

Da der Einsatz von Torf im Gartenbau zunehmend reduziert werden soll, stellte uns Herr Greb verschiedene Alternativen vor, etwa Cocopeat, Holzfaser oder Kompost. Anschließend ging es in die Abfüllhalle, in der die Substrate in Säcke, Bigpacks oder lose auf LKWs verladen werden. Besonders spannend war es zu beobachten, wie die unterschiedlichen Säcke vollständig automatisch befüllt, verschlossen und auf Paletten gestapelt werden. Dabei kann individuell die Sackgröße, die Substratart oder der Firmenaufdruck ausgewählt werden.
Zum Abschluss ging es für uns in die Gaststätte Jossgrund, wo offene Fragen beantwortet und auch für unser leibliches Wohl gesorgt wurde. So konnten wir gestärkt den Heimweg nach Veitshöchheim antreten.

Fazit
Der Besuch bei der Firma Patzer war für uns alle sehr interessant, und wir konnten vieles Neues und bisher Unbekanntes kennenlernen. Besonders die torffreie Produktion ist für uns als angehende Meisterinnen und Meister mit Blick auf die Zukunft von großer Bedeutung.
G1, 2025
